1.png Radio Dark Pulse 2.png
Navigation
blank.gif blank.gif
sideb-left.pngsideb-right.png
Radio hören
blank.gif
AUCH ÜBER EXTERNE PLAYER HÖRBAR
blank.gif
sideb-left.pngsideb-right.png
Sendungen
blank.gif
Samstag, den 15.06..2019 ab 21 Uhr
Resurrection mit Spitfire
blank.gif
sideb-left.pngsideb-right.png

Thema ansehen
blank.gif
 Thema drucken
Die Echos aus "From the insane Islands"
Spitfire
Hallo liebe Community,

hier Spitfire.

Anbei stell ich Euch die letzten Echos aus meiner Sendung "From the insane islands" zum nachlesen zur Verfügung.

Es sind nur kurze Texte mit nicht allzu großen lyrischem Charme und sollen im Grunde genommen mit der abgspielten Musik aus der o.g. Sendung im Einklang (vor)gelesen werden, um die Emotionen aus den Tiefen des geschriebenen Wortes per Musik zu Euch zu transportieren. Zu diesem Zweck versetze ich mich immer in eine gewissen Grundstimmung bevor ich diese "Geschichten" über den Äther des Radios zu Euch fließen lasse.

Ebenso verhält es sich mit den Ideen zu den Textbausteinen. Irgendwie muss mich eine Idee für einen "Plot" packen, dann kann ich diesen in kurzen Sätzen abfassen und vortragen.
Es dauert also alles seine Zeit, darum wird nicht im Hochenergietempo an der Sache gearbeitet abgeliefert.

Aber das Projekt läuft weiter und gedeiht und ich bleibe dran. Versprochen.
Bald reisen wir wieder gemeinsam auf die Insane Islands.

Achtet bei Euren Wanderungen am Pier der Stadt, ungefähr auf Höhe der Fischereidocks, auf den alten Skipper. Er fährt nur selten hinaus und ist wohlmöglich der Einzige der den Weg dahin noch kennt........
[img]http://images.zeit.de/2013/10/Aetna-Nebel/Aetna-Nebel-540x304.jpg[/img] is not a valid Image.
Bearbeitet von Spitfire am 14.07.2017 um 19:53
 
Spitfire
From the insane islands (2016/2017)

1)
" Und noch einer"! Das war alles was der alte Skipper mir entgegnete, als ich ihn für eine unverschämt hohe Heuer darum bat mich überzusetzen.
"Wohin"? Fragte er. So als ob er nicht richtig verstanden hätte, oder als ob ich wie ein Tourist die Küste entlang geschippert werden wollte.
"Auf die Insel", sagte ich. "Nordseite", spezifizierte ich. Doch….es war nicht mehr nötig. Er deutete auf eine leeren Platz an Deck seines alten Kahns und begann, noch vor Einbruch der Dämmerung, abzulegen.

2)
Eine kurze Handbewegung war der Abschiedsgruß und schon war das alte Boot, zusammen mit dem alten Skipper, im aufkommenden Nebel verschwunden.
Ob er wie verabredet wiederkommt denke ich, während die Tür zum alten Leuchtturm des Inselortes öffne, nachdem ich den Schlüssel im Versteck wie vermutet gefunden hatte.
Quietschen. Öffnen. Dunkelheit. Der Geruch nach staubgefüllter Luft. Eine Wendeltreppe nach oben in ein Zwischenstockwerk.
Das kleine Lager, ein Schlafsack, eine Öllampe und die alte Militärkiste sind mir bekannte Gegenstände. Hier verbringe ich die Nacht.

3)
Hoch oben auf dem Turm blicke ich in den trüber werdenden Abendgrund. Nur vereinzelt ragen die angrenzenden Häuser des namenlosen Ortes der Insel durch die wabernden Schwaden hervor. Ganz so als ob sie nach Luft ringen würden, oder Atem schöpfen müssten, da sie sonst untergehen würden. Ich schüttele den Kopf und begebe michwieder hinab zu meinem Lager. Ich möchte ruhen und dort………
Ich höre es !
Ein leises Kratzen an der Eingangstür.
Hab ich sie verriegelt ?
War das ein Laut? Ein Stöhnen?
Ich lausche.
Es ist nicht an der Tür. Es kommt aus der Militärkiste an meinem Lager. Langsam öffne ich die Truhe. In gespannter Erwartung und mit allem rechnend.
In der Kiste liegt ein Funksender. Quälende Laute und statisches Rauschen kommen aus dem Gerät. Da! Ich höre Wispern aus den Lautsprechern des Gerätes und möglicherweise Worte die ich nicht richtig verstehen kann.
Ich beschließe meine Nachtruhe noch etwas aufzuschieben und widme mich dem alten Funkgerät.

4)
Der Funksender schwellt. Das vorher erhörte Wispern und quälende Laute abgebende Gerät ist - tot. Statisches Rauschen. Schweigen. Der Geruch nach verbrannter Elektronik erfüllt den Raum. Es sollte mich nicht wundern, an einem Ort wie diesen. Ich beschließe das Gerät dem Verfall preiszugeben und ignoriere es. Die wenigen Stunden bis zur Dämmerung werde ich noch versuchen zu schlafen….und trotzdem ……nachdem der Funksender seinen letzten Seufzer von sich gegeben hat und stille den Leuchtturm damit erfüllt……… ich werde das Gefühl nicht los das irgendetwas anwesend ist.

5)
Ich erwache unausgeschlafen. Der kurze Blick aus den nicht allzu zahlreichen Fenstern, beschert eine vom Nebel durchsetzte, wie einem Tier gleich, umschlungenden Welt. Oberhalb des in der nebeligen Umarmung befindlichen Dorfes befindet sich mein heutiges Ziel. Das Alte Herrenhaus oberhalb des Dorfes, welches gleich einen granitenem Titan aus dem Nebel unter ihm ragt. Dieser Ort enthält Informationen. Eine Bibliothek mit möglichen Antworten.

6)
Dieser Ort, dieses Haus….es trieft vor Bedrohlichkeit…….. Ich trete durch den verfallenden Eingang und über das feuchte Moos hinweg, welches weich, leise und nass nachgibt. Dunst und Zwielicht was durch die zerfallenden Fenster dringt, weisen mir den Weg.
Warum hier…. warum suche ich es hier…., ich sollte es auf sich beruhen lassen, nicht weiterforschen …doch ich will es finden, nein ich MUSS es finden.
Ich suche nicht sonderlich lange. Nach einer kleinen Odyssee und diversen, spontan angelegten;, aber waghalsigen Klettereinlagen, erreiche ich das was einmal eine Bibliothek gewesen sein soll.

7)
Der Ledereinband dort fesselt meine Aufmerksamkeit. Das Buch es liegt einfach da. Abseits. Vergessen. Alt, aber……… wollte es gefunden werden? Ich schlage es mit spitzen Finger auf. Es fast sich abstoßend an und vieles ist fast unlesbar, jedoch weiß ich instinktiv, wo ich in diesem speziellen Einband suchen muss und beginne die Worte zu entziffern.
Es ist von heißen Landen und längst vergangenen Zivilisationen die Rede. Von Zaubereien und Ritualen. Mystizismus und andersartigen Litaneien……und langsam ,gaaaanz langsam beginne ich zu begreifen das etwas aus dieser Ferne hierhergekommen ist, oder hergebracht wurde…und welches Ausmaß es hat…..und das dies der Grund für den Ruf der Insel ist.

8)
Als ich endlich das Buch zuschlagen kann, bin ich zutiefst erschüttert von den unheiligen Schriften die es beinhaltet. Wer und was auch immer diese Dinge aufgeschrieben hat…es hätte längst vernichtet werden müssen…und dennoch nehme ich den Einband wider besseren Wissens an mich und möchte gehen……
….ich vernehme erneut ein Kratzen, ein Stöhnen….irgendwie bekannt ………….doch …….hier gibt es keinen Funksender……
Sie steht dort , im Schatten des sich entwindenden Tageslichtes, mit einer langfingrigen Hand abgestützt am alten wurmzerfressenden Türrahmen zur Bibliothek. Es kratzt…
Ihre Haare verdecken teilweise ihr Gesicht, …was alterslos scheint und etwas bestialisches an sich hat. Sie lächelt, schnüffelt in der Luft….
Ich rühre mich sachte, …versuche zu entkommen…, nehme nur noch ein plötzliche Bewegung war, ….dann werde ich brutal umgeworfen.
Etwas, sie, kommt auf mir zu sitzen, drückt mich herunter, …ich stemme dagegen, sie schnappt und geifert, drück das Buch gegen ihren Kiefer, Klagejaulen von ihr/es… ein wildes Handgemenge entbrennt……ich werde an den Armen die sie fernhalten zerkratzt…..irgendwann gelingt es ihr meinen Widerstand mit animalischer Intensität zu überwinden und trotz verzweifelter Versuche zu entkommen, pralle ich halb stehend, halb sitzend und rückwärtskriechend und mit vollster Wucht gegen eines der vermoderten Bücherregale.
Ein lautes bersten und krachen ertönt…dann trifft mich etwas am Schädel und Dunkelheit umfängt mich schlagartig.

9)
Ich huste Staub. Schmerzen..Kurz bei Sinnen schaue ich mich hektisch und versuche Sie zu erblicken, …erwarte eine neuerliche Attacke….doch es bleibt still.
Mühsam schiebe ich mich aus den Trümmern hervor, stolpere rasch ins Freie. Ich bin verletzt, verspüre Schmerzen.
Verängstigt, erschüttert und von Grauen erfüllt, schleppe ich mich zum Leuchtturm. Ich beeile mich hektisch die wenigen Habseligkeiten zusammenzusammeln und stürze mehr als ich laufe zum Pier hinab.
Der alte Skipper ist im Begriff abzulegen. Er erkennt mich im ersten Moment fast gar nicht, drosselt aber dann, als ihn das erkennen ereilt, doch den Motor seines Kahns; legt nochmal an.
"Bringen sie mich weg von hier", kann ich noch hervor pressen, lasse mich aufs Deck fallen und drücke dem Skipper mit zerkratzen und blutverkrusteten Händen diverse Gelscheine in die Hand ohne hinzuschauen. Irgendein Gemurmel ist seine Antwort.
Dann legen wir ab und die Insel verschwindet in ihrem weißen, kalten Dunst, während das Boot langsam und tuckernd wieder aufs Festland zuhält.
Bearbeitet von Spitfire am 08.07.2017 um 20:55
 
Springe ins Forum:
blank.gif
sideb-left.pngsideb-right.png
Login
blank.gif
Benutzername

Passwort



Noch kein Mitglied?
Klicke hier um dich zu registrieren

Passwort vergessen?
Um ein neues Passwort anzufordern klicke hier.
blank.gif
sideb-left.pngsideb-right.png
Mitglieder Online
blank.gif bullet.gif Gäste Online: 1

bullet.gif Mitglieder Online: 0

bullet.gif Mitglieder insgesamt: 61
bullet.gif Neuestes Mitglied: Peter Meyer
blank.gif
sideb-left.pngsideb-right.png